Regensburg-Geschichte

Regensburg-Geschichte

von Anfang an

Regensburg-GeschichteGeschrieben von Jailina Do, Februar 05, 2009 15:50:25

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Regensburg hat ca. 150.000 Einwohner

und ist die Hauptstadt des Regierungsbezirkes Oberpfalz.

Gleich zu Beginn ein Tipp. Wenn ihr in Zukunft durch Regensburg bummelt, dann öffnet die Augen und richtet sie auch nach oben, denn erst so sieht man die imposanten Bauwerke. Auch an den Häusern sind oft interessante Figuren oder immer noch alte Wappen zu sehen.

Regensburg wurde 90 nach Christi zum ersten Mal erwähnt – die Römer errichteten ein Kohortenkastell in Kumpfmühl (heißt Schanzlager oder befestigter Ort). Damals hieß also Regensburg “Castra Regina“ , zur Römerzeit.

Danach Tyberia Quadrata – ist entstanden durch die großen viereckigen Quader, aus dem die Stadtmauer gebaut wurde, die man auch heute noch teilweise sehen kann, vor allem um den Herzogshof. Es wurden auch viele andere Namen genannt, wie z.B. Reginopolis, Reginoburgum (da vermutet man, das es von einer gewissen Regina kommt, die die Frau von Herzog Diethen in Bayern war)Und später Ratisbona – das vielleicht schon jeder einmal gehört hat – übersetzt: Die prächtige Stadt.

Der römische Kaiser Marc Aurel errichtete gegen 179 ein Kastell im heutigen Kern der Stadt mit großen Ausmaßen – das Castra Regina– Reste sind noch heute zu sehen in der Straße “Unter den Schwibbögen“die “Porta Prätoria", heißt "Lager beim Fluss Regen". 932 n.Cr. hieß es Porta Aquarum'" (Wassertor), da es nah bei der Donau ist..

1649 wurde es in den Bau der Bischöflichen Brauerei (heute Bischofsbrauerei) einbezogen. Leider kam es dadurch auch teilweise zur Zerstörung des Urbestandes.

1887 wurde die "Porta Prätoria" - wie es seitdem auch wieder heißt - von der Bebauung befreit und man sieht es heute noch so, wie damals.

Die letzten römischen Truppen verließen Regensburg wohl um 400/410 . Man glaubt, daß sich diesen Truppen teilweise Zivilisten anschlossen.

Seit dem 6. Jhdt. besteht Baiern als geschlossener Staat . Die Führung des Staates von Herzögen aus dem Gechlecht der Agilofinger. Diese wählten damals Castra Regina zur Hauptstadt und richteten ihren Sitz um den heutigen alten Kornmarkt ein. Die Mauern von Castra Regina schützten die bairische Herzogsstadt. (damals schrieb man Baiern noch mit ai heute mit ay) . Wie so vieles heute ganz anders geschrieben wird. Man schrieb sogar “Teutsche” und nicht “Deutsche”

Im Jahr 788 traten die Karolinger das Erbe der Agilofinger an. Bayern wurde in das fränkische Reich einverleibt.

Karl der Große setzte Herzog Tassilo ab. Karl der Große hielt in Regensburg mehrere Reichsversammlungen ab. Die Residenz der Agilofinger wurde von Ludwig dem Deutschen gegen 826 zur karolingischen Königspfalz ausgebaut. 911 wurde Regensburg wieder von bairischen Herzögen regiert.

Der Raum innerhalb der Mauern reichte schon nicht mehr für die steigende Bevölkerung der Handels- und Residenzstadt aus. Westlich des Kastells entstanden deshalb die Häuser wohlhabender Handelsleute. Auch das Kloster St. Emmeram – bedeutendes Wahlfahrtsziel der damaligen Zeit , lag außerhalb dieser Mauern. Herzog Arnulf veranlaße deshalb die Erweiterung Regensburgs.

Regensburg wurde in dieser Zeit zu einer wichtigen Handelsstadt.

Es wurde unter Karl des Großen eine Schiffsbrücke aus Holz gebaut, die zuerst in der Nähe der Porta Prätoria ist und später die Steinerne Brücke wird.

Zum Bau und Geschichte der Steineren Brücke komme ich später.

Das 12. und 13. Jahrhundert ist die gute Zeit Regensburg's

Aber das 14. Jahrhundert wurde der Abstieg des Wohlstandes. Reiche Patrizierfamilien kämpften um die Herrschaft in Regensburg. Der Städtekrieg und die Hussitenbedrohung (sie wollten die Relegion und Politik umkrempeln) schwächten die Stadt und der Handel suchte sich neue Wege. Vor allem in Augsburg (ist übrigens noch älter als Regensburg), Ulm, Nürnberg und Wien. Eine Reichsstadt , wie es Regensburg damals war, erwies sich jetzt als Nachteil. Baiern konnte jeden Handel mit Regensburg boykottieren und versuchte damit, die Stadt in Demut zu bringen.

Die Stadt wurde arm und deshalb unterwarfen sich die Bürger 1486 dem Herzog Albrecht IV. Der Herzog baute ein Schloss im Prebrunn und veranlasste die Gründung einer Universität . Das wollte aber der Kaiser Friedrich III. nicht und er setzte den Druck für die Rückkehr der Stadt zum Reich ein.

Seit 1663 bis 1803 ist Regensburg Sitz des “immerwährenden Reichstags“ - In dieser Zeit 1748 tauchen auch die Fürsten von Thurn und Taxis auf, als Vertreter des Kaisers am Reichstag.

Auch viele Juden lebten in Regensburg, die den Handel ankurbelten. Das Judenviertel befand sich um den heutigen Neupfarrplatz, wo man auch auf die Mauern der damaligen Synagoge stieß. Leider kam auch in Regensburg Neid und Hass ggü. den Juden auf und das Jahr 1519 schrieb Geschichte . Die Juden wurden aus der Stadt vertrieben und die Synagoge zerstört.

Das Jahr 1809 ging in die Geschichte ein. Dieses Mal wieder negativ. Denn Napoleon begann einen Krieg gegen die Österreicher, die damals die Stadt belagerten. Es wurden sehr viele Häuser und Bauten durch große Brände zerstört. Dieser Krieg brachte die Stadt fast an den Ruin. 1810 löste sich deswegen das Fürstentum auf und die Stadt kam wieder zu Bayern.

In der Zeit des Biedermeiers und Jahrzehnte danach lebten die Bürger ziemlich zurückgezogen. So viel Bürger waren es dann gar nicht mehr, 1840 hatte die Stadt ca. 22.000 Einwohner.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Regensburg.

St. Emmeram: Den Namen erhielt die Kirche durch den heiligen Emmeram, der um 685 ermordet wurde . Er starb als Märtyrer und seine Gebeine wurden später in der St.Georg Kirche , dann Emmeramskirche beigesetzt. Sie liegen heute noch unter der Mensa des Hochaltars.

Steinerne Brücke: Bau von 1135 – 1146 . Sie sollte jetzt die Holzbrücke ersetzen, da sie ziemlich dem ständigen Hochwasser und auch den Eisschollen ausgesetzt war. Das Geld für diesen riesen Bau kam wohl hauptsächlich von den Regensburger Großkaufleuten. 1146 konnte das Bauwerk für den Verkehr geöffnet werden.

Die Brücke baute man mit 3 Brücktürmen. Ein Brückturm steht heute noch und führt in die Stadt hinein. Der andere stand ziemlich nahe "Stadt am Hof" und der Letze war der Eingang vom "Stadt am Hof" Richtung Regensburg und natürlich auch raus wieder zum "Stadt am Hof" Stadtamhof war eine eigene Stadt, bis sie gegen 1465 mit zu Regensburg eingemeindet wurde. 1492 bei der Rückkehr der Stadt zum Reich, wurde Stadtamhof aber wieder bayerisch. Die Türme wurden natürlich bewacht

Wenn man vom Norden kommt, geht man zur Brücke über Stadtamhof, der alten bayrischen "Statt am Hof". Da musste man dann auch am alten Bruckmandl vorbei. Das war gleichzeitig der Zoll. Das man die alte Reichsstadt betritt kann man an den Wappen erkennen. Das "Bruckmandl" oder Brückmännchen, wie man es heute sieht, wurde am 23.04.1854 aufgerichtet. Die vorherige Skulptur hatte wenig mit dem heutigen gemein. Aber es wurde gesagt, dass es den Bau der Kathedrale St. Peter bewachte. Ein Teil des alten Korso kann man im Regensburger Museum sehen.

Der Brückenturm , welcher zur Stadtseite stand und heute noch besteht und nur noch Fußgängerdurchgang ist, war damals der einzige schmale Durchgang, wo sich alle Menschen und Kutschen usw. durchzwängten. Wenn man es heute so sieht, kann man sich das richtig vorstellen, wie es damals zuging. Auf dem 11. Pfeiler erhob sich der Mittelturm. Dieser war gegen Angriffe von den Wöhrden. um 1600 ließ die Stadt eine Wohnung für den Wächter in den Turm bauen. Im Dreißigjährigen Krieg brannte er aus und eine Eiswucht im Jahr 1784 gab ihn den Rest, so daß er abgetragen wurde.

Zu den Markttagen war auf der Brücke ziemlich viel Verkehr für damalige Zeiten (Kutschen usw.), da entstand viel Gedränge. Und es kam schon mal vor, dass so eine Kutsche dem Kutscher durchging und die Deichsel in den ggü. liegenden Häusern und Fenster fuhren.

Im Dezember 1831 wurde deshalb das Wachthäuschen abgerissen und Anfang des 20. Jahrhunderts 1902, als man die elektrische Straßenbahn über die Brücke nach Stadtamhof fahren lassen wollte, riß man auch das Spitzbogentor des Brückturms ab. Und ein Haus musste weichen.

Der Regensburger Dom

Die Kathedrale St. Peter ist das geistliche Herz des Bistums. Es ist zu Stein gewordener Glaube, und prägt die Menschen viele Jahrhunderte. Die Kathedrale kann man schon von weitem sichten und ist der Mittelpunkt der Stadt und ein wunderschöner Bau der Gotik in Bayern. Der Regensburger Dom ist vor allem ein Gebäude des Gebetes. Hier feiert der Regensburger Bischof mit den Gläubigen Gottesdienst. Aber er ist auch Begräbnisstätte der Regensburger Bischöfe und der Raum, in dem die Regensburger Domspatzen seit Jahrhunderten beim Gottesdienst ihre musikalische Gestaltung geben.

Baugeschichte


Nach mehreren Vorgängerbauten wurde wohl der gotische Dom ca. nach 1260 begonnen. Ein vorläufiger Bauabschluss ist ca um 1520. Von 1859–1872 erfolgte erst der Ausbau der Turmhelme und der Querhausgiebel. Die beiden Türme sind 105 m hoch. Die Verbindungsbrücke dazwischen diente den Bauarbeiten. Das erfuhr man damals bei der Führung, als das geöffnet war. Die letzte große Innenrenovierung fand von 1985–1988 statt.

Der Domplatz entstand erst - so wie er jetzt zu sehen ist - am Ende des 19. Jahrhunderts. Dafür wurden der ehemalige Salzburger Hof, der ehemalige Dompfarrhof und die ehemalige alte Post abgerissen, um den Platz für heutige Dompost herzustellen. Diese kam dann ein ganzes Stück weiter nach Süden.

Die Geschichte der Wurschtkuchl- "Historische Wurstküche".

Wie schon erwähnt, es ist nicht ausgeschlossen, daß sie wegen den Arbeitern, die am Bau der Steinernen Brücke arbeiteten, gebaut wurde. Man spricht über Garküchen, bei denen viel Fleisch zubereitet wurde. Aber Erwähnung findet sie erstmals 1616 in Verbindung mit dem Bau des Regensburger Salzstadels .

Damals gab es nicht nur diese Bratwürste. Bei archäologischen Untersuchungen bei der Sanierung des Salzstadels fand man auch die Abfallgrube dieser Küche. Dort fand man Rinder- und Schweineknochen, aber auch Knochen von Schafen, Ziegen, Hasen und Geflügel. Die Bratwürste , wie es sie heute gibt, stellte man wohl erst um 1812 her ,mit dem Koch Conrad Miezan. Danach - so um 1896 folgte als Besitzer der Wurschtkuchl (Historische Wurstküche) die Familie Schricker, die es bis 1990 betrieb. Die Garküche stand zuerst am Platz des heutigen Salzstadl. Mit Bau dessen, wurde sie an ihre heutige Stelle gesetzt.

Salzstadel - genauer gesagt, der Amberger Salzstadl

Dieser entstand im Jahr 1487 an der Westseite des Regensburger Brückenkopfes. In diesem Stadel wurde das Salz für Amberg und die Oberpfalz gelagert. Es dauerte immer paar Tage, bis Pferde die Salzzillen naab- und vilsaufwärts bis Amberg gezogen hatten. Wegen Baufälligkeit musste der Stadel 1551 ,nun größer und verstärkt werden.

Das Bild vom Salzstadel von heute ist viel geprägt durch Adolf Schmetzer, der wegen der Straßenbahnstrecke über die Steinerne Brücke die Häuser zwischen Brückturm und Amberger Stadel abbrechen ließ, um eine größere Auffahrt zur Brücke herzustellen. Deshalb steht der Stadel heute an seinen vier Seiten frei.

Regensburger Bahnhof und Eisenbahn.

Der Bahnhof entstand bereits um 1859 und im Dezember 1859 bekam nun endlich auch die Stadt den Anschluss an das deutsche Schienennetz.

Straßen und ihre Namen in Regensburg.

Die alten Straßennamen entstanden aus der Umgangssprache des Volkes. Meistens wurden sie abgeleitet von Wirtshausnamen, von sichtbaren örtlichen Umständen oder dementsprechenden Bauwerken, von Namen der Familien, die dort wohnten und von Kirchen und Klöstern, die dann jeweils in der Nähe der Straße standen. Der älteste Straßenname ist die Wahlenstraße.

Und fast alle alten Namen in der Altstadt von damals gibt es heute noch, was ich ganz besonders schön finde.

Außer z.B. bei der D-Martin-Luther-Strasse. Sie hieß früher Klarenanger - abgeleitet von den Klarissinnen, die sich auf dem Stück des heutigen Dachauplatzes niederließen und dort ein Kloster errichteten. Leider wurde dieses Kloster bei den großen Feuerbränden im Kriege Napoleons und den Österreichern total verbrannt. Somit entstand der heutige Dachauplatz. Übrigens damals war es der Exerzierplatz für Napoleons Truppe.

Damals war die Stadt in Wachten eingeteilt und jeder dieser Bezirke hatte einen Wachtherr, der über viel Einfluß im militärischen und politischen Bereich hatte.

Der erste Stadtplan entstand 1694. Hausnummern gab es da aber noch nicht, die ersten Hausnummern gab es ab 1794.

Es gibt zu fast jeder Straße eine Geschichte. Zum Beispiel beim "Kuhgäßchen"

Die Sage besagt, daß ein Bäckerjunge einer ihm entgegenkommenden Kuh nicht ausweichen konnte und erdrückt wurde.

Der Name Krauterermarkt stammt von den Gemüse- und Krautbauern, die dort ihre Waren anboten. Da steht der Adlerbrunnen davor. Und ganz typisch für Regensburg sind die Achteckbrunnen.

Gegenüber befindet sich der Bischofshof. Der Name stammt natürlich von den Bischöfen , die sich dort immer einquartierten. Den Bischofshof mit der Brauerei gibt es schon seit 1649. Die eigentliche Brauerei wurde 1908 in den westlichen Teil der Stadt verlegt.

Im Hof steht auch ein schöner Brunnen.

Man muss ihn sich von vorn und hinten anschauen. Der sogenannte Gänsebrunnen, da eine Gänsepredigt abgehalten wird. Der Priester steht predigend vor seinen Gänsen, während sich der Mantel im Rücken öffnet und seine wahre Gestalt zum Vorschein kommt. Der Wolf, der eine Gans am Hals ergreift. Die Enthüllung des Bösen sieht man an diesem Rücken.

Heuport am Krauterermarkt. Die Gruppe ist 32 cm hoch. Ein junger Mann lächelt ein Mädchen an. In der Hand hält er einen Apfel, ein Bild des Freiers. Das Mädchen geht zu ihm. Das Mädchen ist wohl ziemlich dumm, denn wenn es mal um die Mauerecke geblickt hätte, dann hätte es die schlechte Kehrseite des Liebhabers gesehen. Sein Rücken ist offen. Dort befinden sich Ratte und Kröte und eine Schlange kriecht auch noch hinein. Dies kommt aus der Bibel. Die kluge und die törichte Jungfrau. Die törichte wird vom Teufel verführt.

Ein interessantes Bauwerk ist auch das Goliathhaus. Dieses sieht man ganz gut, wenn man von der Steinernen Brücke stadteinwärts geht, hinter der Wurschtkuchl die Straße hoch. Die Anlage wurde gegen 1220 / 1230 gebaut. Es war das Stammhaus der Patrizierfamilie der Tundorfer. Der Bischof Leo Tundorfer z.B.. Nach ihm wurde übrigens auch die Thundorfer Straße benannt. Das Gemälde an der Front des Hauses zeigt den Kampf zwischen David und Goliath. Hier soll es wohl folgendes darstellen:

“Zwei benachbarte Regensburger Kaufleute lagen in stetem Wettstreit. Jeder suchte das beste Geschäft für sich zu gewinnen. Der eine von ihnen war mächtiger und reicher und sah deshalb voll Hochmut und Verachtung auf seinen bescheidenen Kollegen herab , der seine Kundschaft ehrlich bediente. Aber die Geschäfte des reichen Kaufmanns gingen zurück und er war nicht mehr reich.” Und wieder einmal siegt die Bescheidenheit über den Hochmut.

Auch das Alte Rathaus Regensburgs ist ein großer Baukomplex, den man nicht versäumen sollte, sich anzuschauen. Jahrhunderte wurde daran gebaut und immer wieder verändert. Der Rathausturm und der Anbau davon entstand wahrscheinlich um 1260. Der Reichssaal ist ein Kunstbau und war der Sitz des ersten deutschen Parlaments. Das Ende des Saalbau war 1363. Was man sich auch anschauen muss, sind die beiden Figuren, die über dem Portal angebracht sind – “Schutz und Trutz” Wie der Name schon sagt, sind diese Beiden als Beschützer gedacht. Die linke Figur schwingt einen zackenbesetzten Streithammer und die Rechte holt mit einem Stein zum Wurf aus.

Über Straßen und Gebäude kann man noch viel mehr berichten.

Auch das Haus Thurn und Taxis spielt in Regensburg natürlich eine große Rolle, wie jeder, der sich schon damit beschäftigt hat (die Nichtregensburger) wohl schon weiß. Die Fürsten von Thurn und Taxis - eigentlich Franz von Taxis - gründeten im 16. Jahrhundert den internationalen Postverkehr und gelangten dadurch zu ihrem Ruhm und Reichtum. Dadurch konnte die Familie gesellschaftlich aufsteigen. Kaiser Ferdinand III. war es ,der die Genehmigung zur Führung des Namens gab und sie wurden in den Reichsfürstenstand erhoben.

3 Jahrhunderte blieb die Post in den Händen von Thurn und Taxis. 1748 ernannte Kaiser Franz I. Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis zum Prinzipalkommissar. Und es war seine Aufgabe, bei den Reichsversammlungen in Regensburg den Kaiser zu vertreten. Deshalb verlegte die Familie ihren Sitz von Frankfurt nach Regensburg in das prunkvolle Anwesen, nun residieren sie somit am Emmeramsplatz. Die Klostergebäude von St. Emmeram wurden frei und die Familie erhielt dieses Gebäude als Entschädigung für die Abgabe der Post an dem Staat.

Bei dem Namen "fürstliches Schloss" denkt man in Regensburg an den Südflügel mit Hauptfront zur Allee.

Fürst Maximilian Maria begann 1883 den Bau des Schlosses, wie man es heute noch kennt. Er ließ den schlechten Zustand des Südflügels des ehemaligen Klosters dafür abreißen. Leider hat er die Beendigung des Baus nicht mehr mit erlebt. Auf dem Emmeramsplatz befindet sich heute auch die Regierung der Oberpfalz.

Regensburg musste auch schwere Schicksale über sich ergehen lassen wie:

große Feuer, Kriege, Mißernten. Aber das schlimmste Schicksal begann wahrscheinlich 1713, als im Frühsommer die Pest erkannt wurde. Leider nicht das 1. Mal,denn auch schon in den Jahren so um 1200, 1350, 1450, und 1600 gab es in Regensburg die Pest. Aber 1713/14 starben bei der Pest die viele viele Menschen - ca. 8000.

Und so könnte man noch weiter erzählen, da die Geschichte von Regensburg umfangreich und super interessant ist. Ich höre hier auf. Vielleicht habe ich bei vielen das Interesse geweckt, mehr über Regensburg erfahren zu wollen und ihr besucht diese schöne alte Stadt einmal. Dann kann ich sagen "Herzlich Willkommen" und viel Spaß beim Bummeln und Entdecken.

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oben li. "Der goldene Turm", re. ehem.Musikseminar der Alten Kapelle, drunter li. Kassiansplatz, re. Kanonikalhof, drunter li. "Am Brixener Hof" und re. Weiße-Lilien-Str. mit altem Kino "Gloria"