Urlaubserfahrungen

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Urlaubsberichte

Ja, eigentlich muss es heißen: Urlaubsberichte .

Juni/Juli 2018

NorwegenGeschrieben von Gritti Mi, Juli 25, 2018 12:09:10

Das 4. Mal in Norwegen.


Zuerst fuhren wir von Regensburg nach Lüdenscheid.
Da meine Cousine und ihr Mann mit nach Norwegen gefahren sind.
Dort verbrachten wir noch 2 Tage, ehe die große Reise begann.

Wir sind mit zu viert mit ihrem großen Mercedes Kombi gefahren.
Erstaunlich, wieviel Gepäck da rein geht.
Unser Auto ließen wir bei B. Werkstatt stehen.

Wir sind am Freitag, den 15.6. früh 7 Uhr,

von Lüdenscheid los nach Hirthals zur Fähre.

Waren nach ca 12 Std - mit großen Pausen dort.

Verkehrsmäßig ging alles super. Und auch das Wetter war perfekt.

Nichts ist schlimmer, als ständig im Regen zu fahren.

Hatten dann noch gut Zeit bis zur Abfahrt.

Auf der Fähre war es unmöglich zu schlafen.

Zu laut und zu unbequem.

Nach über 3 Std. legten wir früh 2 Uhr in Larvik an.

Von da sind wir noch ein Stück gefahren.

Aber dann merkte ich, dass B. völlig fertig ist.

Auch niemand anderes von uns wäre noch zum Fahren fähig gewesen.

Also stellten wir uns auf einen abgeschiedenen Parkplatz und machten Rast.

Alle konnten etwas schlafen, außer ich.

Mein Mann war Beifahrer, , meine Cousine und ich saßen hinten.

War ja auch eng, da wir in der Mitte noch einiges stehen hatten.

Erst schaute ich zum Fenster raus,

dann bin ich doch ganz leise ausgestiegen und spazieren gegangen.

Ich habe auf dieser gesamten Reise nicht geschlafen.

Zum Schluss waren es 40 Std.,

da ich auch bei Ankunft am Haus natürlich nicht sofort ins Bett ging.

Komisch, aber irgendwie ging das alles.

Unser Ferienhaus steht auf einer Halbinsel in Dragsvik mit einem Blick auf den Fjord und die Berge. Ein wunderschönes Plätzchen und total ruhig.
Auch das Ferienhaus selbst hatte alles, was wir brauchten.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es in 9 km Entfernung in Balestrand.

Da gibt es alles, was man zum Leben braucht.

Und so teuer, wie alle denken, ist das gar nicht.

Klar, natürlich keine Preise wie in Deutschland.

In der ersten Woche hatten wir durchwachsenes Wetter.

Ab und zu Regen und noch recht frisch.

Trotzdem hielt uns das nicht ab, Tagesausflüge zu unternehmen.

Aber dann kam in der zweiten Woche das super Wetter.

Das hielt bis zum Schluss.

Und es wurde immer wärmer.

Wir hatten die letzten Tage um die 27 °C durchschnittlich.

Ist nicht so schlimm zu ertragen, wie bei uns,

da immer ein schöner frischer Wind geht.

Ausflüge machten wir überall dorthin, was wir an einem Tag schaffen konnten.

So waren wir 2x an einem Gletscher.

Das sind Ausläufer vom Jostedalspreen.

Schon beim ersten sahen Klaus und ich den Unterschied von damals,

als wir 1993 auch mal an so einem Gletscher waren.

Die sind sehr sehr zurück gegangen.

Schon die Fahrten waren immer das Ziel.

Denn da sahen wir diese wahnsinnig schöne Landschaft in all ihren Facetten.

Immer Serpentienen bergauf und -ab.

Und immer wenn wir um eine Kurve herum kamen,

wieder ganz anders.

Wir sind auch durch unzählige Tunnel gefahren.

Der längste ist der Leardaltunnel mit fast 25 km.

Unser Vermieter gab uns einige Tipps, wohin wir fahren können.

Was wir alles auch gemacht haben.

Er spricht übrigens sehr gut deutsch.

So sind wir gleichzeitig zu dem zweiten Gletscher,

zu dem wir bis ran fahren konnten (beim ersten nicht ganz),

auch noch in ein Buchdorf gefahren.

In diesem Dorf haben die Bewohner alle freien Häuser mit gebrauchte Bücher bestückt.

Massenweise.

Leider fast alle in Norwegisch - logisch - oder Englisch.

Oder : zum Glück keine deutschen Bücher

Denn da wäre ich wohl schwach geworden und hätte einige gekauft.

Aber schon der Anblick war soo super.

Auf den Fotos kommt es gar nicht so rüber.

Aber einen kleinen Eindruck, wie es aussieht, bekommt man.

Auch auf dieser Tour sind wir an einem schönen Geschenkeladen vorbei,

in dem wir Frauen rein mussten.

Dort gab es oder gibt es das ganze Jahr,

viele Weihnachtssachen.

Ich habe auch das fotografiert.

In dem Geschäft kaufte ich für meinen Enkel eine schöne Geldbörse.

Gestern habe ich sie ihm gegeben.

Natürlich mit etwas Inhalt, worüber er sich noch mehr freute.

Sonst kaufte ich da nichts weiter.

Eine Tagesfahrt ging es nach Flam.

Am Ende des Sognefjord-Arms legen da die großen Kreuzfahrtschiffe an.

Zwei Stück waren da.

Oh man, was sind das für Kolosse.

Sehenswert.

Von dort fuhren wir noch mit der Flamsbahn bis hoch zum schönen Wasserfall.

Da unten gab es natürlich auch einige Geschäfte.

Da kaufte sich mein Mann ein neues Basball-Cap - mit Norwegen-Schriftzug - klar.

Und ich mir ein Sweatshirt und Wintermütze auch mit Schriftzug.

Ganz normale Preise.

Das würde es auch bei uns kosten.

Dorthin, nach Flam, sind wir die steilste Serpentienen-Strasse runter.

18% Gefälle. Geil.

Da geht es übrigens nur runter, da es eine Einbahnstrasse ist.

Gut so. Zwei Autos nebeneinander, oder - da fahren auch Touristenbusse - geht gar nicht.

Was machten wir noch.

Ach ja, auch zum höchsten Gipfel von Norwegen - 2400 m - sind wir gefahren.

Und überall auf die höheren Berge lag noch Schnee.

Fische haben leider keine gebissen.

Aber schon das Boot fahren war wieder ein Erlebnis.

Unsere Nachbarn, direkt nebenan, sind täglich viele Std. draußen gewesen.

Selbst sie haben kaum was geangelt.

Ich glaube, 3 Fische in zwei Wochen.

Dann haben wir uns sagen lassen, warum.

Dieser Fjord ist sooo groß, dass wir zu weit weg vom offenen Meer waren.

So weit kommen die Fische nicht rein.

Auch zur ältesten Stabkirche sind wir gefahren.

Wir mussten bis dahin mit der Fähre.

Eine Rückwärtsfähre

d.h., die Autos müssen alle rückwärts drauf fahren,

weil die Fähre nur auf einer Seite zum rauf und runter fahren ist.

Echt lustig.

Der Ort "Urnes" von dem es los ging ist so richtig schön.

Alles weiße Holzhäuser und das älteste Hotel von Norwegen.

Wir waren dann nochmal da,

als wir von dem Ausflug zu den hohen Bergen zurück kamen,

kamen wir da raus, wo die Stabkirche steht.

Also mussten wir wieder mit dieser Fähre rüber.

Dort setzten wir uns gemütlich draußen bei einem Cafè hin.

Und da unten waren 30 Grad.

Mit dem Boot konnten wir die letzten Tage leider nicht mehr raus.

Da war das Wasser ziemlich unruhig.

Zu gefährlich für diese Nuss-Schale.

Mein Mann und ich waren mal alleine angeln.

Sind bis zum Ende von einem Fjord-Arm.

Dort war es ziemlich ruhig.

Als wir dann zurück fuhren und der Fjord immer breiter wurde,

waren die Wellen auch ziemlich heftig.

Er hatte zu tun, dass er auf Kurs bleibt und nicht zum Rand ab treibt.

Wir waren froh, als wir wieder an unserem Boots-Steg ankamen.

Auch mussten wir auf die Fähre achten, die direkt bei uns um die Ecke abfuhr

und auch anlegte. Das siehst du dann auch auf den Fotos.

In Dänemark bezahlen wir ja schon lange mit Euro.

In Norwegen ist das nicht möglich.

Wir hatten Norwegische Kronen getauscht.

Hat nicht ganz gereicht, so dass wir dort am Automaten nochmal abheben konnten.

Ansonsten hat B. alles mit der Kreditkarte gezahlt.

Wir ihm dann alles in Euro gegeben, welche wir mit hatten.

Also das auch kein Problem.

Mein Mann besitzt zwar auch eine Kreditkarte.

Die ging nicht.

Warum? Er hatte die falsche PIN dabei.

Noch von der alten Karte. Na sowas.

Auch die Rückfahrt, am 5.7.2018, klappte prima.
Und dieses Mal sind wir nicht durch gefahren.
Schon von Norwegen aus buchten wir in Hirthals 2 Hotelzimmer.
So konnten wir von der Fähre runter gleich 11 km einchecken.
Das war gut so.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen ging es ganz gemütlich weiter nach Lüdenscheid.
Mein Mann und ich blieben noch eine Nacht dort und sind Sonntag nach hause gefahren.

Ob wir noch einmal nach Norwegen reisen?

Ist nicht ausgeschlossen.





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