Urlaubserfahrungen

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Ja, eigentlich muss es heißen: Urlaubsberichte .

Angelurlaub

NorwegenGeschrieben von Jailina Di, Januar 27, 2009 13:18:00

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1999 waren wir bisher das letzte Mal in Norwegen. Das Reiseziel war Visthus , hier mal eine Website davon. Ein langjähriger Freund war mit seinem eigenen Auto mit von der Partie. Wir hatten ihm schon so viel über Norwegen vorgeschwärmt, daß er es selbst einmal sehen wollte. Die Adresse von Visthus hatten wir von seinem Arbeitskollegen, der jedes Jahr zum Fischen dorthin fuhr. Ideal dort dafür. Wir mieteten uns eine große Ferienwohnung , wo wir zu dritt gut Platz hatten.

Es war eine ziemlich lange Fahrt, so daß wir unterwegs übernachten mussten. Hier ein kleiner Tip. Wenn ihr auf den Campingplätzen in so einer Hütte übernachten wollt, müßt ihr unbedingt Bettlaken und Decke mitnehmen oder noch besser - Schlafsäcke. In diesen Hütten gibt es nur die Betten und Matrazen. Wir hatten natürlich nichts dergleichen dabei, weil das nicht geplant war. Irgendwie ging es dann doch und wir waren einfach zu müde, um über sowas nachzudenken.

Auch diese Fahrt war sehr schön. Man musste immer anhalten und die schönsten Ecken in Ruhe genießen. Das ist schon der Wahnsinn, jetzt hatten wir schon viel von Norwegen gesehen und trotzdem gibt es immer noch Landschaften, die wieder ganz anders sind.

Das letzte Stück nach Visthus kann man nur mit der Fähre erreichen. Danach gehts auf der einzigen Straße, die in dem Ort ist , weiter. Uns wurde gesagt, daß die Vermieterin der Ferienwohnung in einem kleinen Laden an der Straße arbeitet und sich dort auch die Tankstelle davor befindet. Ha, ich lach mich kaputt. Beim ersten Mal sind wir die Straße durchgerauscht und wären am Ende bald in den Fjord gestürzt. Da war die Straße einfach zu Ende. Also wieder zurück und dann sahen wir das Geschäft. Tankstelle? Ich stellte mir in etwa sowas wie in Deutschland vor, nur etwas kleiner. Denkste, da war nur eine Zapfsäule und dahinter der Tante-Emma-Laden. Dort bekam man alles zu kaufen, was man so braucht. Sogar alles an Angel- und Jagdzubehör.

Die Ferienwohung befindet sich in einem Haus, daß der einzige Hingucker in diesem Dorf ist. Es steht auf Stelzen genau am Fjord. Wenn Flut war, hörte man unter einem das Wellenrauschen. An diesem Haus ist der Bootssteg und auf diesem befindet sich ein Filetierhaus. Dort kann man gleich nach dem Fischen seine Fische zerlegen.

Die erste Woche hatten wir super warmes Wetter, ganz ungewohnt für Norwegen - zumindest für uns. Zur Wohnung gehört auch ein Motorboot, mit dem wir jeden Tag bei Wind und Wetter auf den Fjord raus sind und natürlich immer die Gat dabei - logisch. In diesen zwei Wochen hat jede Menge angebissen. Irgendwann stand uns Fisch bis ganz oben hin, so daß wir sie wieder in ihre eigene Welt eintauchen ließen. Viele haben wir dort eingefroren und mit nach hause genommen.

In Visthus ist das Motorboot, was bei uns das Auto ist. Deshalb fahren dort mächtig aufgemotzte , ziemlich ps-starke Boote. Und alles wird per Boot erledigt. Das sagte uns erst die Vermieterin als wir sie fragten, ob sie für uns die Fähre anruft, daß sie kommt. B. wollte in einer Bank Geld tauschen, die im nächsten Ort war. Also sind auch wir, wie Einheimische mit dem Boot ein ziemliches Stück auf dem Fjord zur Bank. Wir haben sooo lachen müssen, als wir am Anlegeplatz der Fähre unser Boot festmachten. Die Urlauber schauten uns alle an, als kämen wir vom Mars. Ich glaube, daß wir auch irgendwo bei denen auf den Fotos sind - lol.

Das nächste Erlebnis, wo ich heute noch lachen muss, wenn ich dran denk, hatten wir beim Fischen. Wir standen also mit unserem Boot auf dem Fjord, B. hatte gerade seine Schnur ausgeworfen. Ich hörte etwas, was wie ein Flugzeug klang. Und dann war's auch schon da. Wiedermal so ein Schnellboot. B. war ganz aufgeregt und meinte: Es hat was gebissen und dann sahen wir, wie schnell sich seine Schnur von der Rolle spulte. Ja, es hat schon was gebissen, aber kein Fisch, sondern das Boot. B. stand da und wußte gar nicht wie ihm geschiet. Mein Mann rief ihm zu , er soll kappen. Keine Reaktion , fasziniert schaute er zu, wie die Schnur immer weniger wurde. Mein Mann kappte sie, sonst wäre B. wohl hinter dem Boot hergesurft - ha ha ha.

Was hatten wir für einen Spaß. Auch dieser Urlaub war wieder super gelungen. Auf dem Nachhauseweg übernachteten wir sogar zweimal, weil es so entsetzlich lang hinzog. Und die letzte Rast war in Oslo in einer Pension.

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